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C.
PULSSEQUENZEN
Unter einer Pulssequenz versteht man eine
Abfolge von HF-Pulsen, die in das Messobjekt
hineingestrahlt werden. Zwei HF-Pulse (90°-
Puls und 180°-Puls) wurden im Zusammenhang
mit Abb. 5 bereits erläutert. Im Folgenden
werden einige grundlegende Pulssequenzen
beschrieben.
1)
90°-FID-Pulssequenz
Unter einem FID-Signal (FID = free induction
decay) versteht man ein abnehmendes Signal
nach einem 90°-Puls. In Abb. 13 ist eine 90°-
FID-Pulssequenz zu sehen. RF steht in diesem
Bild für einen RF(rado frequency)-Puls. Diese
Bezeichnung soll andeuten, dass es sich bei dem
eingestrahlten HF-Puls um einen Puls mit einer
Frequenz im Bereich der Radiowellen handelt.
Abb. 13: 90°-FID-Pulssequenz; RF (=Radio
Frequency) stellt den eingestrahlten HF-Puls dar;
Quelle: [3]
Durch
den
90°-Puls
wird
die
Längsmagnetisierung in die x-y-Ebene
(orthogonal zur z-Achse) rotiert. Die
entstehende Quermagnetisierung erzeugt ein
messbares Signal in einer Empfangsantenne.
Da mit der Zeit die Quermagnetisierung
aufgrund von Spin-Spin-Wechselwirkungen und
Inhomogenitäten des Magnetfeldes abnimmt,
nimmt auch die Einhüllende des FID-Signals
exponentiell mit T2* und nicht mit T2 ab.
Gl. 4
i
T
T
T
2
1
2
1
*
2
1
+
=
T2* ist hier die Zeitkonstante, mit der die
Quermagnetisierung abnimmt, wenn sowohl die
Spin-Spin-Wechselwirkung (T2) als auch der
Einfluss des inhomogenen Magnetfeldes (T2i),
berücksichtigt wird.
2)
Spin-Echo-Pulssequenz
In Abb. 14 ist eine 90°-180°-Spin-Echo-
Pulssequenz angegeben. Es wird zuerst ein 90°-
HF-Puls
abgestrahlt,
der
die
Längsmagnetisierung wie oben beschrieben in
die x-y-Ebene klappt. Es lässt sich ein FID-
Signal messen.
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