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Magnetresonanz-Tomographie

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2 A. EINLEITUNG Bei   dem   Verfahren   der   Magnetresonanz- Tomographie   (MRT)   werden   Bilder   vom Inneren  des  menschlichen  Körpers  gemacht. Das Verfahren beruht auf der Tatsache, dass die Kerne des Wasserstoffs (Protonen) sich um ihre eigene  Achse  drehen.  Sie  haben  einen  Spin. Dieser   Spin   führt   zu   einem   magnetischen Dipolmoment. Die magnetischen Dipolmomente   von   verschiedenen   Protonen heben  sich  ohne  äußeres  Magnetfeld  in  ihrer Wirkung auf, so dass die Netto-Magnetisierung verschwindet.  Wird  der  Körper  einem  äußeren Magnetfeld   ausgesetzt,   kommt   es   zu   einer Präzessionsbewegung    der    Kernspins.    Die Frequenz    dieser    Präzessionsbewegung    ist proportional     zur     Stärke     des     äußeren Magnetfeldes.   Das  Einstrahlen  von  Radiowellen  mit  der Frequenz   der   Präzession,   führt   zu   einem Resonanzphänomen,  wodurch  die  Ausrichtung der   Spins   verändert   wird.   Nachdem   das Einstrahlen  der  Radiowellen  beendet  wurde, kehrt   die   Magnetisierung   zu   ihrem   alten Zustand  im  thermischen  Gleichgewicht  zurück (Relaxation).  Dabei  senden  die  Kerne  selber Radiowellen    aus,    welche    detektiert    und ausgewertet    werden    können.    Man    erhält Informationen über die Protonendichte und über andere   Werte,   die   charakteristisch   für   die einzelnen Gewebearten sind. Wie  aus  der  Bezeichnung  des  Verfahrens bereits  hervorgeht,  handelt  es  sich  bei  der Magnetresonanz-Tomographie um ein tomographisches   Verfahren.   Tomographische Verfahren   zeichnen   sich   im   Allgemeinen dadurch   aus,   dass   man   mit   ihrer   Hilfe Schnittbilder erzeugen kann. Im speziellen Fall der     Magnetresonanz-Tomographie     werden Schnittbilder  der  Quermagnetisierung  erzeugt. Die Quermagnetisierung zeigt in eine Richtung, die   orthogonal   zur   Richtung   des   außen angelegten, statischen Magnetfeldes ist. Mit Hilfe von verschiedenen Ortskodierungsverfahren  können  Schnittbilder des menschlichen Körpers ermittelt werden, die einen  hohen  diagnostischen  Wert  haben.  Die ermittelten    Bilder    weisen    einen    hohen Weichteile-Kontrast auf. Die MRT ergänzt also die    Computer-Tomographie    (CT),    welche aufgrund  des  Einsatzes  von  Röntgenstrahlung besonders   gut   Knochen   abbildet.   Darüber hinaus    wird  im  Gegensatz  zur  CT  keine ionisierende  Röntgenstrahlung  verwendet.  Der Patient   wird   also   nicht   mit   ionisierender Strahlung belastet.   In  der  Gegenwart  werden  ständig  viele  neue Verfahren   im   Bereich   der   Magnetresonanz- Tomographie   entwickelt,   um   Ergebnisse   zu verbessern und um ganz neue Anwendungen für den  klinischen  Alltag  zu  erschließen,  wie  z.B. die    Realzeit-Aufnahme    des    schlagenden Herzens.
  
MRT und MRA des Kopfes: Indikationsstellung, Wahl der Untersuchungsparameter, Befundinterpretation
Siehe auch:
MRT der Wirbelsäule und des Spinalkanals
Ganzkörper-MR-Tomographie
Wie funktioniert MRI?: Eine Einführung in P...
Taschenatlas der Schnittbildanatomie. Com...
Neuroradiologie
Facharztprüfung Radiologie: 1250 kommentierte Prü...
 
   
 
     
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