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A.
EINLEITUNG
Bei dem Verfahren der Magnetresonanz-
Tomographie (MRT) werden Bilder vom
Inneren des menschlichen Körpers gemacht.
Das Verfahren beruht auf der Tatsache, dass die
Kerne des Wasserstoffs (Protonen) sich um ihre
eigene Achse drehen. Sie haben einen Spin.
Dieser Spin führt zu einem magnetischen
Dipolmoment.
Die
magnetischen
Dipolmomente von verschiedenen Protonen
heben sich ohne äußeres Magnetfeld in ihrer
Wirkung auf, so dass die Netto-Magnetisierung
verschwindet. Wird der Körper einem äußeren
Magnetfeld ausgesetzt, kommt es zu einer
Präzessionsbewegung der Kernspins. Die
Frequenz dieser Präzessionsbewegung ist
proportional zur Stärke des äußeren
Magnetfeldes.
Das Einstrahlen von Radiowellen mit der
Frequenz der Präzession, führt zu einem
Resonanzphänomen, wodurch die Ausrichtung
der Spins verändert wird. Nachdem das
Einstrahlen der Radiowellen beendet wurde,
kehrt die Magnetisierung zu ihrem alten
Zustand im thermischen Gleichgewicht zurück
(Relaxation). Dabei senden die Kerne selber
Radiowellen aus, welche detektiert und
ausgewertet werden können. Man erhält
Informationen über die Protonendichte und über
andere Werte, die charakteristisch für die
einzelnen Gewebearten sind.
Wie aus der Bezeichnung des Verfahrens
bereits hervorgeht, handelt es sich bei der
Magnetresonanz-Tomographie
um
ein
tomographisches Verfahren. Tomographische
Verfahren zeichnen sich im Allgemeinen
dadurch aus, dass man mit ihrer Hilfe
Schnittbilder erzeugen kann. Im speziellen Fall
der Magnetresonanz-Tomographie werden
Schnittbilder der Quermagnetisierung erzeugt.
Die Quermagnetisierung zeigt in eine Richtung,
die orthogonal zur Richtung des außen
angelegten, statischen Magnetfeldes ist.
Mit
Hilfe
von
verschiedenen
Ortskodierungsverfahren können Schnittbilder
des menschlichen Körpers ermittelt werden, die
einen hohen diagnostischen Wert haben. Die
ermittelten Bilder weisen einen hohen
Weichteile-Kontrast auf. Die MRT ergänzt also
die Computer-Tomographie (CT), welche
aufgrund des Einsatzes von Röntgenstrahlung
besonders gut Knochen abbildet. Darüber
hinaus wird im Gegensatz zur CT keine
ionisierende Röntgenstrahlung verwendet. Der
Patient wird also nicht mit ionisierender
Strahlung belastet.
In der Gegenwart werden ständig viele neue
Verfahren im Bereich der Magnetresonanz-
Tomographie entwickelt, um Ergebnisse zu
verbessern und um ganz neue Anwendungen für
den klinischen Alltag zu erschließen, wie z.B.
die Realzeit-Aufnahme des schlagenden
Herzens.
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